TAG Heuer kündigt Smartwatch für 2016 an

Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, schätzen wir die Situation mit den sich am Markt etablierenden Wearables als zunehmend kritisch ein und brachten gleichzeitig unsere Verwunderung zum Ausdruck, dass sowohl die Schweizer Uhrenindustrie als auch die deutschen Hersteller diesen rasch wachsenden Markt mal wieder ausschließlich den Amerikanern und Asiaten überlassen.

Nun hat Jean-Claude Biver als erster Uhrenmagnat öffentlich seine Besorgnis über den neuen Trend zum Ausdruck gebracht. Und zwar, wie wir meinen, völlig zu Recht. Er ist einer ganz wenigen in der Branche, die den Tatsachen ins Auge blicken und daraus auch die richtigen  Entscheidungen ableitet. Er schätzt die Gefahr, die der Uhrenindustrie durch die heranrollende Welle der Smartwatches droht, für mindestens ebenso hoch ein, wie seinerzeit bei der Einführung der Quartzuhr.

Zuletzt hat er bei TAG-Heuer das unmittelbar vor der Martkteinführung befindliche neue Chronographen Kaliber als zu teuer und damit unwirtschaftlich eingestuft und das Vorhaben kurzerhand gestoppt. Eine mutige, aber absolut richtige Entscheidung. In der Folge davon musste der bisherige CEO, Stéphane Linder, seinen Posten räumen. Jean-Claude Biver hat nun bis auf weiteres den Chef Sessel bei TAG Heuer selbst übernommen – will das Produktportfolio hin zu preiswerten Angeboten schnellstmöglich umbauen – und kündigte nicht ganz überraschend, dafür umso progressiver an, dass sich TAG Heuer fortan auch intensiv mit dem Thema Smartwatch beschäftigen und bis 2016 mit einer eigenen Smartwatch aufwarten wird. Die hierfür erforderlichen hohen finanziellen Aufwendungen seien bereits bewilligt. Chapeau, Herr Biver!

Näheres zum Thema in der Neuen Züricher Zeitung und der Handelszeitung.
Bereits vor rund einem Jahr schrieb zum Thema Smartwatch auch bereits format.at. Die Realität rückt unaufhaltsam näher. „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen“ (Zitat: Eberhard von Kuenheim; ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Motorenwerke).

 

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